Dem Defekt auf der Spur: Die Prüfanlage mit Röntgenblick

Wie eine zerstörungsfreie Bauteilprüfung der Schneider GmbH scheinbar Unsichtbares aufspürt

Gewöhnlichen Geräten und vor allem dem menschlichen Auge bleibt so manches verborgen: Defekte, Unvollständigkeiten und Verunreinigungen zum Beispiel. Dies geht dann schnell mit Nachbesserungen und vermeidbaren Kosten einher. Auch bei der Produktion ist ein solches Mittel zur Überprüfung enorm hilfreich, um derartige Eventualitäten direkt auszuschließen. Aus diesen Gründen hat die Schneider GmbH im Landkreis Freudenstadt die modulare 1A-X-Ray Inline Technology entwickelt.

Baukastenprinzip und Zerstörungsfreiheit

Ein entscheidender Vorteil ist die neu entwickelte, modulare Komponentenbauweise der Prüfanlage – bestehend aus Strahlungsquelle, Werkstückträger, Kamerasensor sowie Auswertungs- und Ansteuerungssoftware. Somit kann die Anlage zur zerstörungsfreien Bauteilprüfung speziell an die Anforderungen und Produkte des Kunden angepasst werden: Die Ingenieure von Schneider Sondermaschinen legen individuelle Prozess- und Messparameter fest, alle Einzelkomponenten erfahren eine entsprechende Skalierung.

Daher sind auch kompakte und günstige Lösungen machbar, die sich für eine Vielzahl an Prüfungsaufgaben eignen:

1. Lagekontrolle und Vermessung von Bauteilen
2. Defektkontrolle, Materialprüfungen
3. Verunreinigungen mit Fremdkörpern
4. Montage- und Vollständigkeitskontrolle
5. Wettbewerbs-, Fehler- und Schadensanalyse

Durch die Verwendung von Röntgenstrahlung sind detaillierte Einblicke in die einzelnen Bauteile möglich. Gleichzeitig verläuft die Prüfung zerstörungsfrei.

Vorteile der Röntgentechnik plus Beispiel einer Produktionsanlage

In der Praxis bietet die Röntgentechnik insbesondere bei Bauteilen Vorteile, deren genauer Status sich mit den sonst üblichen zerstörungsfreien Testmethoden nicht ermitteln lässt. Hier hilft eine Testanlage mit 1A-X-Ray Inline Technology, kostspielige Reklamationen deutlich zu reduzieren. Auch in der Wareneingangskontrolle lassen sich Mängel verschiedener Art direkt erkennen. Aufgrund der Modularität kann eine solche Prüfanlage auch platzsparend in eine Produktionsanlage integriert werden.

Als Beispiel hierfür bietet sich die Anlage der Schneider GmbH zur Prüfung eines Hysol-vergossenen Bauteils an. Zur Kontrolle der Teile gibt es eine Röntgenröhre mit der Stärke von 50 Kilo-Elektronenvolt sowie einen Digitalsensor mit einer Auflösung von 48 Mikrometern. Was den Strahlenschutz anbelangt, so weist diese Konstruktion die Eigenschaften einer Vollschutzanlage auf. Es ist daher so wenig Strahlung vorhanden, dass für den ordnungsgemäßen Betrieb kein Strahlungsbeauftragter anwesend sein muss. Daneben stehen natürlich alle üblichen Funktionen der Anlage zur Verfügung. Neben dem Vergießen sind dies Funktionen wie Bügellöten, Fluxen und elektronisches Vermessen.


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