Prüfarbeitsplätze sorgen vor

Bei der Produktion werden Schäden an Bauteilen leicht übersehen. An Prüfarbeitsplätzen sind zahlreiche technische Komponenten vorhanden, um sie gezielt aufzuspüren.

Durch entsprechende Prüfarbeitsplätze bleibt vor allem Prozesssicherheit gewahrt. So lässt sich gerade bei der Serienproduktion die Einhaltung von Vorgaben garantieren. Im folgenden Beitrag soll es um drei exemplarische Prüfanlagen gehen. Sie stammen von den item pluspartnern Plan B, Schneider Sondermaschinen und LSA.

Prüfanlage für Gurtschloss-Schalter

Auf Gurtschloss-Schaltern ruht eine große Verantwortung. Wenn sie nicht einwandfrei funktionieren, können sich Autopassagiere nicht richtig anschnallen und sind großen Gefahren ausgesetzt. Daher hat die Schneider GmbH eine Anlage entwickelt, mit der man technische Fehler frühzeitig entdecken kann.

Auf der Prüfanlage geschieht die Prüfung und Vermessung von Gurtschloss-Schaltern. Nach dem manuellen Einlegen der Schalter wird der Rundtisch von Hand gedreht. Bei dieser Lösung dreht die Werkerin das Karussell sofort nach dem Einlegen eines Schalters mit der linken Hand weiter.

Dann greift die rechte Hand zeitgleich schon aus dem Vorratsbehälter das nächste Produkt. Die Schalter werden sowohl vorbetätigt als auch optisch und auf Schaltpunkte und Betätigungskraft vermessen. Zum Schluss erfolgen die Kennzeichnung der Gutteile und abgezählte Verpackung in Polybeuteln.

Buchsen-Prüfstation

Ein anderes Beispiel ist die Büchsen-Prüfstation der Plan B Automatisierung GmbH. Das Grundgestell und die Schutzeinrichtung wurden aus item-Profilen aufgebaut. Als Basis für den mechanischen Aufbau nutzt man eine kalibrierte Aluminiumplatte. In der Station stoppt, liest und indexiert man den Werkstückträger. Prüfdorne werden im Stichmaß eingestellt und über pneumatische Zustellschlitten vertikal zugestellt.

Die Prüfdorne sind über eine X-Y-Schwimmung angebunden, sodass die Feinausrichtung am Bauteil erfolgt. Sie sind mit einem speziellen Profil geschliffen, das eine Verklemmung in der Buchse verhindert. Über eine vorgespannte Feder (Vorspannung einstellbar) werden die Prüfdorne angebunden. Bei einer NIO-Prüfung federt der Prüfdorn ein, wodurch ein Initiator frei schaltet. Bei einer IO-Prüfung federt der Prüfdorn nicht ein und der Initiator bleibt bedämpft.
Prüftische mit Beleuchtungskonzept

Eine weitere bemerkenswerte Prüfvorrichtung wurde von der LSA GmbH entwickelt und realisiert. In Hilmersdorf entstand eine sorgfältig entworfene Kleinserie von Prüftischen. An sie wurden hohe Anforderungen bezüglich der Einhaltung der Prüfvorschriften gestellt, die sie allesamt erfüllen konnten. Im Zentrum befindet sich das Highlight dieser Prüfarbeitsplatzes: Ein eingelassener Drehteller mit eigens konstruiertem Ringlicht. Damit lässt sich Schattenwurf gezielt vermeiden und kein Schaden bleibt im Dunkeln.


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