GTS Visa Verpackungsautomat

Verpackung und Registrierung Vis-á-Vis – Die für Grenzübertritte notwendige Reise-Visa automatisch zählen, registrieren und verpacken – das GTS Multitalent bringt's!

Aufgabenstellung

Das manipulationsfreie Verpacken von Visa und weiteren Passdokumenten: So lautete die Aufgabenstellung für den item pluspartner GTS Geräte- und Sondermaschinenbau GmbH aus Heilbronn.


Produktdetails

Der Bediener legt die zu verpackenden Visa-Aufkleber in Form von Bögen am Anleger des Verpackungsautomaten an. Ähnlich wie beim Personalausweis ist jeder Aufkleber vornummeriert und in einer Datenbank erfasst. Damit wird sichergestellt, dass jede Ausstellungsbehörde später das richtige Paket erhält und dass eine unberechtigte Entnahme einzelner Visa-Aufkleber sofort entdeckt werden würde.

Der Anleger kann mit maximal 4.000 Dokumenten, dem sogenannten „Nutzen“, bestückt werden. Die Anlage kann dabei Einheiten mit einem Mindestmaß von 93x112mm und einer Maximalgröße von 210x297 mm verarbeiten.

Das Einlegen der Stapel erfolgt in Sequenz, also mit fortlaufender Nummer. Besteht der Auftrag beispielsweise aus 1.000 Visa, legt der Bediener zunächst den Stapel mit der Nummerierung 1-250 an, anschließend die weiteren Nutzen mit den Nummernkreisen 251-500, 501-750 und 751-1000. Nach jedem 50. Dokument wird ein Zwischenblatt eingelegt, als Handlingshilfe für die ausstellenden Behörden. Die insgesamt 20 Zwischenblätter werden ebenfalls erfasst, durch die Anlage transportiert und mitverpackt. Für das Verpacken der 4.000 Visa-Aufkleber benötigt die Anlage rund 30 Minuten. Ab einer Restmenge von 500 Stück ertönt ein Signal und ein weiterer Auftrag kann nachgelegt werden.

Nach dem Einlegen der Nutzen betätigt der Bediener den Startknopf am Touchdisplay und die Aufkleber werden einzeln in die Anlage eingebracht. Auf jedem Blatt befinden sich zwei Nummern. Diese werden an der Lesestation von einer Hochgeschwindigkeitskamera a eingelesen. Ein roter Laserpunkt b dient als "Trigger": Er erkennt, wenn das weiße Blatt über den schwarzen Hintergrund geschoben wird und löst ein Kamerabild aus. Spezielle Auflichteinheiten c sorgen für die richtige Beleuchtung, da die Bilder in schneller Reihenfolge geschossen werden müssen. Im nachfolgenden Sammelschacht werden die erfassten Visa-Aufkleber und Deckblätter gesammelt. Ein weiterer Laser prüft, ob ein Paket ansteht und taktet die Station entsprechend in der Höhe. Der Stapel wird nach unten gefördert, zusammengeschoben und zum Fußblattanleger weitertransportiert.

Dort liegt bereits das Fußblatt, über das der Stapel geschoben und damit wieder nach oben befördert wird. Hier erhält er sein Deckblatt. Die Nummern der Visa-Aufkleber sind nun oben und unten durch einen 2 mm starken Karton d bedeckt und vor Ecken und Kanten geschützt. Ein kleiner Ausschnitt e im Karton dient der Identifikation des Inhalts. Sollte während der Nummernerfassung eine Unstimmigkeit vorliegen, beispielsweise eine falsche Sequenz, muss das Paket ausgeschleust werden. Dafür leuchtet die Signallampe an der Anlage gelb und der Maschinenbediener leitet den Ausschleusevorgang ein. Dabei wird die Schleusentür entriegelt, er öffnet die Anlage und entnimmt das unstimmige Paket. Nach dem Schließen der Schleusentür wird der Prozess fortgesetzt.

Alle einwandfrei erfassten Pakete werden zur ersten Umreiferstation transportiert und dort mit Plastikbändern zweifach umreift. Dasselbe passiert an der zweiten Umreiferstation durch die Kreuzumreifung f . Diese spezielle Bindung verhindert eine unerlaubte Bogenentnahme von der Seite. Um Sicherzustellen, dass die Kreuzumreifung nicht manipuliert wurde, wird das Paket erneut ausgerichtet und zusätzlich durch ein Sicherheitsetikett versiegelt.

Der Stapel wird in eine transparente Folie gepackt und mithilfe eines Winkelschweißgerätes eingeschweißt. Im nachfolgenden Wärmetunnel schrumpft die Folie bei 160° C zusammen und sichert die Einheit beim Transport vor Nässe und anderen äußeren Einflüssen.

Über Gurtförderer wird das Paket aus dem Verpackungsautomat zum Packtisch ausgegeben. Alle Ablagen und Halterungen für Monitor, Drucker und Barcodescanner sind unter ergonomischen Gesichtspunkten angebracht und erleichtern die versandfertige Verpackung. Durch das Einlesen des QR-Codes auf dem Etikett, weiß der Bediener, welche Seriennummern sich im Paket befinden und kann der Packordnung folgenden den Versandkarton entsprechend bestücken. Das System erkennt automatisch, wenn eine Lieferung komplett ist und erzeugt zwei Transportetiketten. Eines wird im Karton abgelegt, das zweite auf die Sendung aufgebracht. Damit wird festgehalten, welcher Behörde welche Seriennummer erhalten hat.

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Sonderanforderung

Da der Kunde verschiedene Dokumentenformate verpacken möchte, bestand die Anforderung an den GTS Verpackungsautomaten auch darin, möglichst schnell umrüstbar zu sein.

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Lösung

Um die Kundenanforderung zu erfüllen, entwickelte und fertigte GTS einen Verpackungsautomaten, der Sicherheitsdokumente zählt, registriert und mit höchster Ausbringleistung verpackt – ohne manuellen Eingriff des Maschinenbedieners. Ein Multitalent, dessen Grundrahmen aus mehreren Modulen besteht und komplett aus item Profilen der Serie 8 gefertigt wurde.

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Ergebnis

DER GTS Countmaster. Zählen, registrieren und verpacken auf höchstem Niveau – Sehen Sie hier den Visa-Verpackungsautomat in in Aktion: zum Video

Vorteile

Es steht ein flexibler Sauggreifer zur Verfügung, dessen vier Sauger sich schnell und einfach auch für zu zählende Zwischenformate verstellen lassen. Lediglich ein Hebel g an den item Profilen muss dafür gelöst werden. Die Umrüstung der elektrischen Achsen erfolgt automatisch durch die Software und ein Umbau ist damit in weniger als einer Stunde realisiert.

Fazit

Die komplette Umhausung ist verriegelt und jedes Öffnen wird aufzeichnet. So wird transparent, welche Person zu welchen Paketen Zugang hatte.

plusweitere Pluspunkte zum Thema open

Hier finden Sie eine Übersicht über weitere aktuelle Projekte, welche durch die item pluspartner realisiert wurden.